Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern - Projektverbund BayBiotech

Der Freistaat Bayern legt seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt auf die Schonung zur Neige gehender Rohstoffe und auf eine Senkung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen um damit die Grundlage eines langfristigen wirtschaftlichen Erfolgs des Freistaats zu sichern. Auch und besonders der Schutz der Umwelt ist nicht nur eine Frage der globalen und generationsübergreifenden Gerechtigkeit sondern auch eine ökologische Notwendigkeit. Für den Wirtschaftsstandort Bayern ist es daher von besonderer Wichtigkeit innovative und umweltfreundliche Produktionsverfahren zu etablieren.

Biotechnologische Verfahren bieten ein enormes Potenzial die Biologiesierung der Industrie zu fördern. Speziell die Industrielle (weiße) Biotechnologie (IBT), eine dynamische Schlüsseltechnologie besitzt große Potenziale, entscheidende Beiträge für die Ressourcenschonung und den Umweltschutz zu liefern. Mit Hilfe von sechs anwendungsbezogenen Projekten und einem Koordinationsprojekt wird im Projektverbund "Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern - BayBiotech“ die Ressourcenschonung vorangetrieben und damit ein wesentlicher Beitrag zur bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie geleistet sowie ein ökologischer Mehrwert geschaffen werden.

Erdölbasierte Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und finden sich in allen Lebensbereichen. Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug besteht aus Kunststoffen und nahezu alle Gegenstände des Alltags enthalten Teile aus Kunststoffen. Dabei wird vor allem die schlechte Abbaubarkeit und Langlebigkeit in der Natur zum Problem. Riesigen Mengen an Kunststoffmüll bedrohen nicht nur die Ökosysteme, sondern auch die Gesundheit von Mensch und Tier. Im Themenschwerpunkt "Biopolymere" soll daher in drei Fachprojekten die biotechnologische Herstellung von biologisch abbaubaren "Biokunststoffen" untersucht werden. Der zweite Themenschwerpunkt hat "Ressourcenschonung" allgemeiner zum Ziel. In drei Fachprojekten werden Fragestellungen bearbeitet, die in verschiedensten Industriesektoren Anwendung finden könnten und langfristig ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber klassischen chemischen Herstellungsverfahren bei der Herstellung unterschiedlichster Produkte bieten können.

Kontakt

Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen Nürnberg
Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik
Dr.-Ing. Ludwig Körber
Paul-Gordan-Straße 3
91052 Erlangen
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